Glasfaser vor Ort
4.857 Orte mit Ausbauquote, Glasfaser-Anbietern und bestellbaren Tarifen. Die Bundesländer sind nach ihrem Glasfaseranteil geordnet, nicht alphabetisch.
Glasfaser in Deutschland
Der Ausbau folgt keiner Landkarte, die irgendwo aushängt. Er folgt dem, was sich für ein Bauunternehmen rechnet, und endet deshalb regelmäßig mitten in einer Gemeinde. Hier steht für jeden Ort einzeln, wie weit er ist, wer dort Glasfaser anbietet und was sich bestellen lässt.
45%
der Haushalte im Schnitt erschlossen
Über alle 4.553 Orte mit Ausbaudaten. In 1.929 davon sind es mindestens 50 %.
354
Anbieter melden Glasfaser
Vom bundesweiten Konzern bis zum Stadtwerk mit vier Orten. Die 60 größten haben hier eine eigene Seite.
20%
der Orte nur mit der Telekom
In 977 Orten meldet außer der Telekom niemand Glasfaser. Die Telekom selbst ist in 99 % aller Orte gemeldet; gezählt wird deshalb, wer daneben steht.
4.857 Orte mit Ausbauquote, Glasfaser-Anbietern und bestellbaren Tarifen. Die Bundesländer sind nach ihrem Glasfaseranteil geordnet, nicht alphabetisch.
Wer wo Glasfaser anbietet: 60 Anbieter mit ihrem Gebiet, ihrer Reichweite und ihren Glasfasertarifen, je einer auf einer eigenen Seite.
Glasfasertarife nach Bandbreite geordnet statt nach Anbieter: gleiche Geschwindigkeit nebeneinander, mit dem Preis über die volle Laufzeit.
Bei DSL sinkt das Tempo mit jedem Meter Kupfer zwischen Verteiler und Wohnung. Zwei Häuser in derselben Straße können deshalb verschieden schnell sein. Licht in Glas verliert auf diesen Strecken nichts: Was gebucht ist, kommt an.
Kabel liefert 1.000 MBit/s im Download und 50 im Upload, weil das Fernsehnetz für eine Richtung gebaut wurde. Glasfasertarife geben die Hälfte bis das Volle der Downloadrate zurück. Merkbar wird das bei Videokonferenzen und beim Sichern großer Dateien.
Im Kabelnetz hängt ein Straßenzug an einem Strang; wenn abends alle streamen, wird es für alle langsamer. Ein Glasfaseranschluss bis ins Gebäude gehört dem Haushalt allein.
Wo die Faser nur bis zum grauen Kasten am Straßenrand läuft und die letzten Meter über Kupfer gehen, heißt das FTTC. Beworben wird es trotzdem als Glasfaser. Echt ist es erst bei FTTB oder FTTH: Faser bis ins Haus oder bis in die Wohnung.
Ausführlicher steht das unter dem Tarifvergleich, zusammen mit den Vertrags- und Kündigungsregeln.
Die Ausbauwerte stammen aus dem Breitbandatlas des Bundes, die Tarife von den Anbietern selbst. Beides wird jede Nacht neu geholt und neu gerechnet. Es gibt auf dieser Seite keine Zahl, die jemand eingetippt hat und die deshalb altern könnte.
Was diese Zahlen nicht können: Sie gelten für das Gemeindegebiet, nicht für eine Hausnummer. „45 % erschlossen“ heißt, dass im Ort so viele Haushalte einen Glasfaseranschluss bekommen könnten. Es heißt nicht, dass der eigene dazugehört. Und es sind gemeldete Werte, keine gemessenen: Gemeldet wird, was der Betreiber als versorgt angibt. Verbindlich bleibt allein die Verfügbarkeitsprüfung des Anbieters, die nach Straße und Hausnummer fragt.
In zwei Schritten. Der erste ist das Suchfeld oben: Es kennt Gemeindenamen, Ortsteile und Postleitzahlen und führt zur Seite des Ortes. Dort steht, wie viel Prozent der Haushalte dort erschlossen sind, welche Anbieter Glasfaser melden und welche Tarife sich bestellen lassen. Der zweite ist die Verfügbarkeitsprüfung des Anbieters, die nach Straße und Hausnummer fragt. Erst sie ist verbindlich, denn ein Ausbaugebiet endet oft mitten in einem Straßenzug. Für 4.857 Orte steht der erste Schritt hier bereit.
Im Schnitt über die 4.553 Orte mit Ausbaudaten können 45 % der Haushalte einen Glasfaseranschluss bekommen. In 1.929 Orten sind es mindestens 50 %. Zwischen den Ländern liegen Welten: Bremen kommt auf 90 %, Baden-Württemberg auf 31 %. Innerhalb eines Landes gehen die Werte noch weiter auseinander als zwischen den Ländern, weil gemeindeweise gebaut wird und nicht flächendeckend.
Der günstigste bundesweit bestellbare Glasfasertarif kommt zurzeit von o2: „o2 Home M (Glasfaser)“ mit 150 MBit/s für 32,49 € im Monat, gerechnet über die 24 Monate Laufzeit. Beworben wird er mit 24,99 €, dieser Preis gilt aber nur für die ersten Monate. Regionale Anbieter liegen oft darunter, sind aber nur in ihrem eigenen Gebiet zu haben; was an einer Adresse wirklich bestellbar ist, steht auf der Seite des Ortes.
Während einer laufenden Ausbaukampagne legen die meisten Netzbetreiber ihn kostenlos, wenn vor dem Baubeginn ein Vertrag zustande kommt. Genau dafür sammeln sie im Ort Vorverträge: Ab einer bestimmten Quote rechnet sich das Gebiet, darunter nicht. Wer erst danach bestellt, zahlt vierstellig, weil dann für ein einzelnes Haus noch einmal aufgegraben werden muss. Davon zu trennen ist der Bereitstellungspreis in den Tarifen, meist ein zweistelliger Betrag: Er bezahlt das Schalten des Anschlusses, nicht den Tiefbau.
Einen Termin gibt es nicht, und niemand kann ihn seriös nennen. Wann gebaut wird, entscheidet der Netzbetreiber, und meist hängt es daran, wie viele Verträge im Gebiet vor dem Baubeginn zusammenkommen. Ein brauchbarer Anhaltspunkt ist die Lage im Ort selbst: Steht die Quote bei null, ist noch nichts passiert; steht sie bei 50 % oder darüber, wird gerade oder wurde schon gebaut, und die eigene Straße kann als nächste dran sein. Die Ortsseiten werden jede Nacht neu gebaut. Ändert sich die Lage im Breitbandatlas, ändert sie sich hier mit.
Nur dort, wo mehr als einer anbietet. Bei Glasfaser bestimmt der Eigentümer der Leitung, wer darauf verkaufen darf, und nicht jeder lässt andere hinein. In 20 % der ausgewerteten Orte meldet außer der Telekom niemand Glasfaser, in 74 % mindestens ein weiterer Anbieter. Ob die Meldungen an derselben Straße gelten, sagen sie nicht: Oft versorgt der eine die Kernstadt und der andere einen Ortsteil. Insgesamt melden 354 Anbieter irgendwo Glasfaser, von denen die größten hier eine eigene Seite haben. Dazu kommen Marken wie o2 und 1&1, die auf fremden Leitungen verkaufen: Sie erhöhen die Auswahl an Angeboten, nicht die an Leitungen.