Glasfaser-Anbieter in Deutschland

Bei DSL liegt eine Leitung, auf der ein Dutzend Anbieter verkaufen. Bei Glasfaser gehört die Leitung dem, der sie gelegt hat. Deshalb entscheidet sich hier zuerst, wer gebaut hat, und erst danach, was ein Anschluss kostet. In den 4.860 ausgewerteten Orten sind 354 verschiedene Betreiber mit einem Glasfasernetz gemeldet. Die 59 mit der größten Reichweite haben hier eine eigene Seite.

Wie viel Auswahl es tatsächlich gibt

In 1.100 Orten, 23 % aller ausgewerteten, ist genau ein Betreiber mit Glasfaser gemeldet. Wer dort einen Glasfaseranschluss will, hat keine Wahl zwischen Netzen, sondern nur die zwischen diesem Netz und keinem. In den übrigen 3.752 Orten stehen mindestens zwei Netze nebeneinander; im Schnitt sind es über alle Orte 2,5 Betreiber.

Die Spreizung zwischen den Ländern ist groß: Auf die 1.239 Orte in Bayern kommen 76 verschiedene Betreiber, auf die 52 im Saarland nur 10. Das liegt weniger am Ausbaustand als an der Struktur: Wo viele kleine Stadtwerke eigene Netze betreiben, stehen viele Namen in der Liste; wo ein einziger überregionaler Betreiber gebaut hat, steht einer.

Gezählt sind Betreiber mit eigenem Glasfasernetz im Gemeindegebiet, nicht bestellbare Tarife. Anbieter, die Anschlüsse auf fremden Leitungen weiterverkaufen, etwa Vodafone und 1&1, erhöhen die Auswahl an Angeboten, nicht die an Netzen.

Fast überall bestellbar

Diese Anbieter führen in mindestens sieben von zehn Orten einen Glasfasertarif. Die Telekom baut dabei überwiegend selbst; die übrigen verkaufen auf fremden Leitungen und sind deshalb genau dort verfügbar, wo ein Netzbetreiber sie hineinlässt.

Überregionale Netzbetreiber

Eigenes Glasfasernetz in mindestens hundert Orten. Sie sind der Grund, warum der Ausbau außerhalb der Großstädte überhaupt vorankommt, und ihre Gebiete überschneiden sich nur selten.

Regionale Netzbetreiber

Stadtwerke, Zweckverbände und regionale Netzgesellschaften mit eigenem Glasfasernetz. In ihren Gebieten sind sie oft der einzige Anbieter, der Glasfaser liefern kann, und häufig der, der zuerst gebaut hat.

Alle Anbieter von A bis Z

Dieselben 59 Anbieter alphabetisch, für den Fall, dass der Name schon feststeht.

Häufige Fragen zu den Glasfaser-Anbietern

Wie viele Glasfaseranbieter gibt es in Deutschland?

In den 4.860 hier ausgewerteten Orten sind 354 verschiedene Betreiber mit einem eigenen Glasfasernetz gemeldet. Die meisten davon sind Stadtwerke, Zweckverbände oder regionale Netzgesellschaften mit einem Gebiet von wenigen Gemeinden. Eine eigene Seite bekommen hier die 59 Anbieter, die mindestens 30 Orte erreichen: 4 fast überall bestellbare, 13 überregionale und 42 regionale. Die übrigen 295 stehen auf den Seiten der Orte, in denen sie liefern.

Welcher Anbieter hat das größte Glasfasernetz?

Nach der Zahl der Orte ist es Telekom: 4.820 von 4.860. Dahinter folgen Deutsche Glasfaser (766 Orte) und M-net (608). Diese Reihenfolge zählt Gemeinden, in denen ein Betreiber überhaupt gemeldet ist, und nicht angeschlossene Haushalte. Ein regionaler Betreiber, der sein Gebiet vollständig erschlossen hat, steht in dieser Rangfolge hinter einem großen, der überall ein paar Straßen liegen hat.

Was ist der Unterschied zwischen einem Netzbetreiber und einem Tarifanbieter?

Der Netzbetreiber hat die Faser verlegt, der Tarifanbieter verkauft einen Vertrag darauf. Von den 59 Anbietern mit eigener Seite bauen 45 selbst, 14 verkaufen ausschließlich auf fremden Leitungen; o2 und 1&1 gehören zur zweiten Gruppe. Für die Frage, ob an einer Adresse überhaupt Glasfaser liegt, zählt der erste. Für Preis und Vertrag der zweite.

Warum ist mein Wunschanbieter an meiner Adresse nicht verfügbar?

Weil bei Glasfaser die Leitung dem gehört, der sie gelegt hat, und nicht jeder Betreiber andere darauf verkaufen lässt. In 1.100 Orten, 23 % der ausgewerteten, ist genau ein Betreiber mit Glasfaser gemeldet. In den übrigen 3.752 stehen mindestens zwei Netze nebeneinander; im Schnitt über alle Orte sind es 2,5 Betreiber. Bei DSL ist das anders: Dort liegt eine Leitung, auf der ein Dutzend Anbieter verkaufen.

Welcher Glasfaseranbieter ist der günstigste?

Der niedrigste Einstiegspreis auf diesen Seiten liegt bei 9,90 € im Monat, bei M-net. Vergleichbar wird daraus erst etwas über die volle Laufzeit: Ein Einstiegspreis gilt oft nur sechs oder zwölf Monate, danach gilt der reguläre. Der Glasfaservergleich rechnet deshalb mit dem Durchschnitt über 24 Monate, und dort steht eine andere Reihenfolge als hier.

Welcher Anbieter ist an meiner Adresse verfügbar?

Das entscheidet der Ort. Das Suchfeld unten führt zur Ortsseite, und dort stehen alle Betreiber, die im Gemeindegebiet gemeldet sind, auch die kleinen ohne eigene Seite. In 8 der 4.860 Orte ist überhaupt kein Glasfasernetz gemeldet. Den letzten Schritt macht die Verfügbarkeitsprüfung des Anbieters, die nach Straße und Hausnummer fragt: Ausbaugebiete enden oft mitten in einem Straßenzug.

Wer liefert an deiner Adresse?

Unterhalb von 30 Orten bekommt ein Betreiber hier keine eigene Seite; auf den Ortsseiten steht er trotzdem.