Glasfaser-Anbieter in Deutschland

Bei DSL liegt eine Leitung, auf der ein Dutzend Anbieter verkaufen. Bei Glasfaser bestimmt, wer die Leitung verlegt hat, wer darauf verkaufen darf, und die Auswahl ist oft kleiner. Deshalb steht hier zuerst, wer in einem Ort überhaupt Glasfaser anbietet, und erst danach, was ein Anschluss kostet. In den 4.857 ausgewerteten Orten melden 354 verschiedene Anbieter Glasfaser. Die 60 mit der größten Reichweite haben hier eine eigene Seite.

Wie viel Auswahl es tatsächlich gibt

In 977 Orten, 20 % aller ausgewerteten, meldet außer der Telekom niemand Glasfaser. Wer dort einen Glasfaseranschluss will, kommt an der Telekom nicht vorbei. In 3.576 Orten, 74 %, meldet mindestens ein weiterer Anbieter Glasfaser; in den Orten mit Glasfaser sind es im Schnitt 1,5 neben der Telekom. In 304 Orten weist der Breitbandatlas keinen einzigen Glasfaser-Haushalt aus.

Die Spreizung zwischen den Ländern ist groß: Auf die 1.239 Orte in Bayern kommen 75 verschiedene Anbieter neben der Telekom, auf die 52 im Saarland nur 9. Das liegt weniger am Ausbaustand als an der Struktur: Wo viele kleine Stadtwerke Glasfaser anbieten, stehen viele Namen in der Liste; wo ein einziger überregionaler Anbieter das Feld hat, steht einer.

Gezählt sind Anbieter, die im Gemeindegebiet Glasfaser melden, nicht bestellbare Tarife. Die Telekom zählt nicht mit: Sie meldet Glasfaser in 4.820 der 4.857 Orte, auch in 299, für die der Breitbandatlas keinen Glasfaser-Haushalt ausweist, und unterscheidet damit keinen Ort vom anderen. Eine Meldung sagt außerdem nicht, wem die Leitung gehört; ob ein Anbieter selbst gebaut hat oder auf fremder Faser verkauft, steht nicht darin. Marken wie o2 und 1&1, die in den Ortsdaten gar nicht mit Glasfaser gemeldet sind, fehlen in der Zählung ganz.

Fast überall bestellbar

Diese Anbieter führen in mindestens sieben von zehn Orten einen Glasfasertarif. Das heißt nicht, dass sie überall Glasfaser liefern: Ob eine Adresse angeschlossen ist, entscheidet sich erst in der Verfügbarkeitsprüfung, und wer auf fremden Leitungen verkauft, ist nur dort verfügbar, wo ihn der Eigentümer der Leitung hineinlässt.

Überregionale Anbieter

Mit Glasfaser gemeldet in mindestens hundert Orten, aber nicht fast überall bestellbar. Meist Gesellschaften, die in vielen Gemeinden ausbauen; ob eine einzelne Meldung auf eigener oder fremder Leitung beruht, sagen die Daten allerdings nicht.

Regionale Anbieter

Stadtwerke, Zweckverbände und regionale Gesellschaften, mit Glasfaser gemeldet in weniger als hundert Orten. Wo sie gemeldet sind, sind sie oft der einzige Glasfaser-Anbieter neben der Telekom.

Alle Anbieter von A bis Z

Dieselben 60 Anbieter alphabetisch, für den Fall, dass der Name schon feststeht.

Häufige Fragen zu den Glasfaser-Anbietern

Wie viele Glasfaseranbieter gibt es in Deutschland?

In den 4.857 hier ausgewerteten Orten melden 354 verschiedene Anbieter Glasfaser. Die meisten davon sind Stadtwerke, Zweckverbände oder regionale Gesellschaften mit einem Gebiet von wenigen Gemeinden. Eine eigene Seite bekommen hier die 60 Anbieter, die mindestens 30 Orte erreichen: 4 fast überall bestellbare, 13 überregionale und 43 regionale. Die übrigen 294 stehen auf den Seiten der Orte, in denen sie gemeldet sind.

Welcher Glasfaseranbieter ist in den meisten Orten vertreten?

Nach der Zahl der Orte mit Glasfaser-Meldung ist es Telekom: 4.820 von 4.857. Dahinter folgen Deutsche Glasfaser (766 Orte) und M-net (608). Diese Reihenfolge zählt Gemeinden, in denen ein Anbieter überhaupt gemeldet ist, und weder angeschlossene Haushalte noch eigene Leitungen. Ein regionaler Anbieter, der sein Gebiet vollständig erschlossen hat, steht darin hinter einem großen, der überall ein paar Straßen versorgt.

Was ist der Unterschied zwischen einem Netzbetreiber und einem Tarifanbieter?

Der Netzbetreiber hat die Faser verlegt, der Tarifanbieter verkauft einen Vertrag darauf; oft ist beides dieselbe Firma, oft nicht. Von den 60 Anbietern mit eigener Seite melden 46 in mindestens 30 Orten selbst Glasfaser, 14 führen nur Tarife und sind in den Ortsdaten nirgends mit Glasfaser gemeldet; o2 und 1&1 gehören zur zweiten Gruppe. Wer von den ersten die Leitung selbst gebaut hat, geht aus den Meldungen nicht hervor.

Warum ist mein Wunschanbieter an meiner Adresse nicht verfügbar?

Weil bei Glasfaser der Eigentümer der Leitung bestimmt, wer darauf verkaufen darf, und nicht jeder andere hineinlässt. In 977 Orten, 20 % der ausgewerteten, meldet außer der Telekom niemand Glasfaser. In 3.576 meldet mindestens ein weiterer Anbieter Glasfaser; in den Orten mit Glasfaser sind es im Schnitt 1,5 neben der Telekom. Zwei Meldungen im selben Ort heißen allerdings nicht, dass ein Haus zwischen beiden wählen kann: Oft versorgt der eine die Kernstadt und der andere einen Ortsteil. Bei DSL ist das anders: Dort liegt eine Leitung, auf der ein Dutzend Anbieter verkaufen.

Welcher Glasfaseranbieter ist der günstigste?

Der niedrigste Einstiegspreis auf diesen Seiten liegt bei 9,90 € im Monat, bei M-net. Vergleichbar wird daraus erst etwas über die volle Laufzeit: Ein Einstiegspreis gilt oft nur sechs oder zwölf Monate, danach gilt der reguläre. Der Glasfaservergleich rechnet deshalb mit dem Durchschnitt über 24 Monate, und dort steht eine andere Reihenfolge als hier.

Welcher Anbieter ist an meiner Adresse verfügbar?

Das entscheidet der Ort. Das Suchfeld unten führt zur Ortsseite, und dort stehen alle Anbieter, die im Gemeindegebiet Glasfaser melden, auch die kleinen ohne eigene Seite. In 304 der 4.857 Orte weist der Breitbandatlas überhaupt keine Glasfaser aus. Den letzten Schritt macht die Verfügbarkeitsprüfung des Anbieters, die nach Straße und Hausnummer fragt: Ausbaugebiete enden oft mitten in einem Straßenzug.

Wer liefert an deiner Adresse?

Unterhalb von 30 Orten bekommt ein Anbieter hier keine eigene Seite; auf den Ortsseiten steht er trotzdem.